Die Stiftung Datenschutz wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit der Verwaltung des Trusted Cloud Datenschutz-Profils beauftragt. Damit kam das BMWi dem Wunsch der Projektbeteiligten nach, eine unabhängige, dem Datenschutz verpflichtete Stelle mit der Verwaltung des TCDP zu betrauen.

Zur Verwaltung gehören die Pflege des Prüfstandards bei neuen Iterationen der dem TCDP zugrundeliegenden ISO-Standards. Die Stiftung Datenschutz soll nach dem Wunsch der Projektbeteiligten auch an der Weiterentwicklung des TCDP zur einer europäischen Datenschutz-Zertifizierung mitwirken.

Keinen Einfluss als Verwalterin des TCDP hat die Stiftung Datenschutz auf die Kosten der Zertifizierung. Diese werden vom Markt bestimmt.

Das Trusted-Cloud Label

Nach dem Abschluss des Trusted Cloud-Förderprogramms förderte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie neben dem Pilotprojekt „Datenschutz-Zertifizierung für Cloud-Dienste“ ein weiteres Projekt: Das Trusted Cloud-Label des neu gegründeten Kompetenznetzwerks Trusted Cloud e.V.

Auf der Internetseite www.trusted-cloud.de stellt das Kompetenznetzwerk einen transparenten Marktplatz für Cloud-Dienste bereit. Dadurch soll die Orientierung für Cloud-Anwender in einem dynamisch wachsenden Markt erleichtert. Cloud-Nutzer haben hier die Möglichkeit, nach festgelegten Kriterien einen für ihre Ansprüche passenden Cloud-Dienst zu finden.

Die Cloud-Dienste werden vor der Listung im Marktplatz anhand eines Kriterienkatalogs geprüft. Im Unterschied zur Datenschutz-Zertifizierung nach TCDP geht der dabei verwendete Kriterienkatalog wesentlich in die Breite. Neben dem Datenschutz, der ebenfalls Berücksichtigung findet, werden im Rahmen des Trusted-Cloud-Labels Mindestanforderungen im Hinblick auf Transparenz, Sicherheit, Qualität und Rechtskonformität berücksichtigt.

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